Neukonzeption der Online-Plattform des Zentrum Paul Klee
Zeichnungen, Aquarelle, Gemälde, Skizzenbücher, Briefe, Muschelgefässe für Farben, Musiknoten, Reisekoffer oder auch ein Projektionsapparat: Im Archiv und im Depot des Zentrum Paul Klee (ZPK) befinden sich unzählige Objekte und Dokumente, die es nicht immer in den Ausstellungsraum schaffen. Um den Zugang zu diesem reichhaltigen Bestand zu ermöglichen, konzipiert das Zentrum Paul Klee gemeinsam mit métraux& eine neue digitale Plattform. Diese wird die (wissenschaftliche) Recherche in Sammlung und Archiv mit inhaltlichen Vermittlungsangeboten in verschiedenen Formaten vereinen.
Zentrale Fragen
Die Konzeption der «Plattform Klee» wirft sowohl kunsthistorische als auch gesellschaftliche Fragen auf. Paul Klee ist einer der berühmtesten Künstler der Moderne. Wie schafft es das Online-Angebot, ihn zeitgemäss und vielschichtig zu kontextualisieren? Wie kann die Künstlerfigur jenseits von Mythisierung und Stilisierung beleuchtet werden? Wie kann das digitale Medium helfen, andere Menschen und Zusammenhänge sichtbar zu machen, die in den bisherigen Veröffentlichungen nur wenig Beachtung fanden? Wir denken da zum Beispiel an seine Grossmutter, die ihn überhaupt zum Zeichnen animierte oder an seine Ehefrau Lily, mit der er Musik spielte und die über Jahre hinweg für die finanzielle Sicherheit der Familie sorgte. Vielleicht auch an die Katzen, die ihn ein Leben lang begleiteten.
Wie werden Datensätze und Informationen aus Archiv und Sammlung sinnvoll miteinander verknüpft, damit sie auch für ein breites Publikum interessant werden? Und, schliesslich: Wie gelingt die Übersetzung der Grundthemen aus Paul Klees Schaffen in die Gegenwart?
Was macht métraux&?
métraux& arbeitet seit 2024 gemeinsam mit dem Ausstellungs-, Vermittlungs- und Archivteam des ZPK an der «Plattform Klee». Einerseits hat métraux& die inhaltliche Projektbegleitung inne. Andererseits führen wir regelmässig Workshops mit dem Team des ZPK durch, um konzeptuelle Fragen und Anforderungen an die Plattform zu klären. Daraus entwickeln wir gemeinsam mit dem Team ein passendes Vermittlungskonzept für die Plattform, die den oben genannten Fragen und Herausforderungen gerecht wird. Die Umsetzung der Plattform ist ab 2026 geplant.
